Es gibt verschiedene Konzepte für den Bau eines Schwimmteiches. Das Konzept von Naturagart. hat mich am Ende am meisten überzeugt.
Nach diesem Konzept wurde dieser Teich größtenteils gebaut.


Dieses Bild wurde im Januar 2004 aufgenommen. Es zeigt die Ausgangssituation.

Wie gesagt ein Garten voll mit Wiese.

Von Naturagard bekamm ich dann drei Entwürfe, aus dem ich mir dann meinen eigenen Entwurf gebastelt habe.

Als Vorlage dienten Bilder des Gartens und eine Skizze mit den Maßen.


Dann rollte in der letzten Märzwoche der Bagger an. Da ich von der ganzen Arbeit am Anfang keine Ahnung hatte, hab ich die Baumaschinen gleich eine Woche lang bestellt (Samstag bis Freitag).

Ein großes Lob muß ich dem dem Inhaber der Containerfirma aussprechen, der am Samstag den Container fünfmal gelehrt hat und mir noch am Abend um 19:30 Uhr den sechsten leeren Container hinstellte.

Nach dem ersten Tag sah die Baustelle zu meiner großen Überraschung dann so aus.


Ich war von den Ausmaßen gelinde gesagt erstaunt.
Mir ging den ganzen Tag durch den Kopf:

Was hast du jetzt angestellt?

Dies war wie gesagt der Stand zum Samstag abend. Am Sonntag habe ich noch das Ufer zwischen Schwimm- und Klärteich befestigt. Mein Spezialwerkzeug seht ihr auf dem Ufer liegen. Es war ein Vorschlaghammer mit Folie umwickelt. Mit Folie deshalb weil dann der Lehm nicht so sehr klebt.

Auch hier nochmals ein Lob an den Baumaschinenverleih. Als ich ihn am Montag Mittag anrief, er könne die beiden Maschinen wieder abholen, mußte ich auch nur die beiden Tage bezahlen. Meine fehlende Einschätzung der Arbeitszeit hat mich somit nichts gekostet.

In der restlichen Woche konnte ich jetzt die Baugrube nacharbeiten und mit 5-10cm dicken Sandschicht bedecken.


Hier habe ich schon mit der Sandschicht angefangen. Der Sandhaufen war ca. 60m weit entfernt. Für das Nacharbeiten an der Grube und das Verteilen des Sandes brauchte ich drei Tage.


Hier nochmals aus einer etwas anderen Perspektive. Mann sieht hier die “Schwimmrinne”. Das Schwimmen soll später auf ca. 12m länge möglich sein. In nachhinein betrachtet ist die Breite zum Schwimmen etwas  klein geraten. Wenn man alleine schwimmt gibt es kein Problem. Es wird nur schwierig aneinender vorbeizuschwimmen. Das tut dem Vergnügen aus den bisherigen Erfahrungen allerdings keinen Abruch.


Hier im Bild wieder das Spezialwerkzeug aus eigener Fertigung.


So einen großen Sandkasten hatte ich als Kind nicht. Zum Schluß konnte ich allerdings auch keinen Sand mehr sehen. Ich habe insgesammt 12 Tonnen Sand verbaut.


Jetzt kam dann das Flies dran. Es waren 220qm zu verlegen.

Das Flies mußte ich immer feucht halten, das es liegen blieb. Es dauerte dann 10 Tage bis ich die Folie verlegen konnte.
Nicht das Sie jetzt glauben Naturagart hätte so lange gebraucht um es zu liefern. Ganz im Gegenteil. Nach der Übermittlung der benötigten Maße am Donnerstag bekam ich die Folie am Montag per Spedition geliefert. Aber erst am darauffolgenden Samstag konnte ich die Folie verlegen. Erstens spielte das Wetter zuerst nicht mit, zweitens brauchte ich noch ein paar Helfer um die Folie zu verlegen.


Das Gewicht der Folie betrug 440kg. Zuerst dachte ich dies sei ein Problem beim verlegen. Mit 12 Personen haben wir dann allerdings nur 30min. dazu gebraucht. Leider gibt es von diesen Arbeiten keine Bilder.
Danach habe ich nochmals ein Flies über die Folie gelegt um sie auch von oben zu schützen.


Um die stark abfallenden Hänge unter Wasser zu verkleiden habe ich “Trockenmauern” aus Kalksandsteinen, sogenannte Wasserbausteine, hochgezogen.
Die flacheren Gebiete im Schwimmteich habe ich dann mit feinen Splitt bedeckt. Dies hält überrschend gut.
Im Filterteich habe ich als Baumaterial Ausstichsand benutzt.


Aus dieser Perspektieve sieht man das Durchgangsrohr vom Klärgraben zum Saugverteiler.


Nach 16 Stunden war der Teich zu 90 % mit Wasser gefüllt. Voller wollte ich ihn nicht einlaufen lassen, da ich noch den Ufergraben machen mußte. Da meine Brunnenpumpe ca 4qm Wasser pro Stunde fördert sind jetzt ca 64 qm Wasser im Teich.


Nach ca. 3 Wochen Arbeitszeit für den Ufergraben (und zwei Tonnen Beton) stand dann in der ersten Maiwoche  die Bepflanzung des Klärgrabens auf dem Programm.
 


Jetzt fehlt nur noch eine Plattform um den Schwimmteich geniesen zu können

Der Anschluß zum restlichen Garten wurde mit Rasenkantensteinen und den bereits bekannten Wasserbausteinen vorgenommen. So kann man jetzt problemlos bis zum Teich den Rasen mähen. Außerdem ergab sich so eine super Saugsperre.


Mitte August war es dann soweit. Das Wasser ist klar bis auf den Grund (klar war es schon ab Ende Juli) und der Rasen wächst auch schon langsam wieder.
Ab jetzt kann ich nur noch warten bis die Startbepflanzung die Ufer erobert. Leider hatte ich erst jetzt Zeit auch die Samen auszusähen. Ob es heuer noch angeht?